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Das pädagogische Konzept der Lila Lupi Kindergärten


(Da unser pädagogisches Konzept sehr umfangreich ist, können wir hier nur einen Teil wiedergeben. Besuchen Sie uns einfach und fragen Sie nach dem kompletten pädagogischen Konzept.)

Der Kindergarten LilaLupi ist ein privater Kindergarten mit privater Trägerschaft. Wir betrachten uns als eine Integrationseinrichtung.

Statt eines Vorwortes:

Ein Kind, das ständig kritisiert wird,
lernt zu verdammen.
Ein Kind, das geschlagen wird, lernt selbst zu schlagen.
Ein Kind das verhöhnt wird,
lernt Schüchternheit.
Ein Kind, das der Ironie ausgesetzt wird,
bekommt ein schlechtes Gewissen.
Aber ein Kind, das ermuntert wird,
lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird,
lernt Geduld.
Ein Kind, das gelobt wird,
lernt Bewertung.
Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt,
lernt Gerechtigkeit.
Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt,
lernt Freundschaft.
Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf,
lernt Vertrauen.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird,
lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.

Die Öffnungszeiten

Der Kindergarten ist von Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

Im August ist die Einrichtung komplett geschlossen.

Unsere Weihnachtsferien entsprechen der bayerischen Ferienordnung.

Sprechstunde nach Vereinbarung.

Kinder können zu jeder Zeit aufgenommen werden, wenn ein Platz frei wird.

Der Kindergarten verfügt über einen Hol - und Bringservice. Mit drei VW- Bussen werden Kinder abgeholt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr schwer den Kindergarten erreichen würden.

Ein Tag im Kindergarten

7.00 Uhr Frühöffnungszeit: Eine Mitarbeiterin empfängt die Kinder aus den Gruppen
7.30 Uhr Die Kindergartenhelferin kommt zur Unterstützung. Der Busfahrer fährt los, um Kinder abzuholen.
8.00 Uhr Eine Erzieherin beginnt den Gruppendienst.
8.30 Uhr Das Personal ist komplett. Die Kinder gehen in ihre Gruppen. Es ist Freispielzeit. Jedes Kind kann seinen Spielort, den Spielpartner, das Spielmaterial und die Spieldauer selbst bestimmen. Einzelne Kinder dürfen z.B. Rollenspiele im Bewegungsraum machen. Gezielte Bastelarbeiten werden während der Freispielphase angeboten. Das soll jedes Kind mindestens 1x pro Woche mitmachen.
10.00 Uhr Aufräumen. Frühstücksbrotzeit wird gemeinsam gemacht.
10.30 Uhr Danach trifft sich die Gruppe im Stuhlkreis, wo gemeinsam gespielt, gesungen, erzählt und besprochen wird. Hier ist die Gemeinschaftserfahrung sehr wichtig.
11.00 Uhr Aufenthalt im Freien; entweder im Garten, oder wir gehen spazieren. Bei Regenwetter machen wir Bewegungsspiele im Gruppen – oder im Bewegungsraum.
12.00 Uhr Mittagessen. Anschließend Zähneputzen.
13.00 Uhr „Zeit der Stille“: Mittagsschlaf für die kleinen Kinder im „Traumraum“. Die Vorschulförderung findet statt. In dieser Zeit können Kinder nicht abgeholt werden.
14.15 Uhr Wecken bzw. Aufräumen
14.30 Uhr Gemeinsame Brotzeit in jeder Gruppe
15.00 Uhr Freispiel nach Möglichkeit im Garten, sonst im Gruppenraum. Und die Busse beginnen, die Kinder nach Hause zu fahren.
17.00 Uhr Kindergarten Ende nach oben

Unsere Räume

  • sind kindgerecht und altersgerecht
  • werden von den Kindern mitgestaltet
  • enthalten Spiel- und Bastelsachen, die für die Kinder jederzeit erreichbar sind
  • tragen zu einer häuslich-familiären und freundlichen Atmosphäre bei
  • enthalten Freiräume, um sich zu bewegen, hüpfen zu können
  • sind entsprechend der Jahreszeit dekoriert
  • werden von den Kindern selbst gestaltet
  •  

Regeln in unserem Kindergarten
1. Nicht schlagen; niemanden absichtlich verletzen, nichts wegnehmen oder zerstören. 
2. Aufräumen nach Beendigung der Tätigkeit.
3. Materialien und Spielsachen können von der anderen Gruppe leihweise mitgenommen werden.
4. Im Kindergarten wird nicht gerannt.
5. Essen und Trinken innerhalb des Kindergartens nur am Tisch.
6. Der Gruppenraum soll nicht mit Straßenschuhen betreten werden.
7. Kinder verabschieden sich vor dem Verlassen des Kindergartens.

Soziale Kompetenz

In der Sozialerziehung wollen wir dem Kind helfen, sich für zwischenmenschliche Beziehungen zu öffnen. Es kann lernen, selbständig Konflikte verbal zu lösen und Kompromisse zu schließen. Es soll jedoch auch deutlich werden, dass in einer Gemeinschaft gewisse Regeln zu beachten sind (Rücksichtnahme, Toleranz, Reagieren auf die Bedürfnisse anderer, Abgeben lernen). Nur so kann sich jedes Kind wohl fühlen und seine Persönlichkeit entfalten. Durch die Vermittlung von Werten und elementaren Umgangsformen (Begrüßung/Verabschiedung; Bitte/Danke) möchten wir den Kindern helfen, sich in unserer Gesellschaft einzugliedern und sich aktiv damit auseinander zu setzen. In diesem Gruppenprozess kann das Kind die eigenen Grenzen ausprobieren und nun wiederum die nötige Sicherheit und erforderliche Selbständigkeit erlangen, um aufnahmebereit zu sein für Eindrücke, Empfindungen und Informationen.

Pädagogische Zielsetzung

Der neue Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan gibt uns einen Orientierungsrahmen, eine Art „roten Faden“. Es ist ein Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag. Von großer Wichtigkeit ist für uns das Beobachten, um ohne Manipulation die Aktivitäten der Kinder mit Materialien und Ideen zu bereichern und Neugier zu wecken. Dies geschieht mit einem „Beobachtungsbogen zur Entwicklung (BEK)“. Er dient uns als Basis für das Entwicklungsstandsgespräch mit den Eltern.

Wir wollen Vorbild sein und sehen als wichtigste Aufgabe die liebevolle Betreuung, die allseitige Entwicklung, die Vorbereitung auf die Schule, auf das Leben.

Fragen und Antworten zur Problematik „Menschlichkeit“ werden uns weiterhin beschäftigen, um entscheidenden Anteil an der Persönlichkeitsprägung zu haben: Anerkennung und Achtung vor anderer Hautfarbe, Nächstenliebe, Hilfe für Not leidende Menschen zu praktizieren. Die Kinder sollen eine Grundlage für lebenslanges Lernen erhalten, d.h. zahlreiche Erfahrungen machen, zur Neugier animiert werden, gut auf die Schule und auf ihr späteres Leben vorbereitet werden.

So arbeiten wir

Wir betreuen Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren. Es ist eine Altersmischung, das heißt, dass sich die Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsstufen und Temperamenten aufeinander einstellen müssen. Wir fördern die Kinder individuell und ganzheitlich.

Wichtig ist das Lernen sozialen Verhaltens unter Kindern. Die Entwicklung der Selbständigkeit, das Ein- und Unterordnen, das Einhalten von Normen und Regeln und das Einbringen von Ideen und Phantasien ins Gruppenleben sind wesentliche Schwerpunkte.

Gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfe untereinander vermitteln Geborgenheit und Sicherheit für das eigene Tun. Kinder zahlreicher Nationen besuchen unseren Kindergarten. Deshalb ist interkulturelles Lernen für uns die notwendige Basis für Kompetenz.

Vielfältige Angebote zum schöpferisch Tätigsein, Musizieren, Bewegung und Spiel lassen bei den Kindern Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein wachsen. Die Erzieherin nimmt hierbei die Rolle der Beraterin, der helfenden und führenden Hand sowie der Erteilerin von Lob und Tadel ein.

Dem Spiel der Kinder widmen wir große Aufmerksamkeit, da es die Haupttätigkeit der Kinder ist. Hier entwickeln sie sich vielfältig. Durch unsere beiden Spielräume ist es möglich, dass die Kinder genügend Platz für die unterschiedlichen Spielbereiche haben. Im Zusammenleben mit den anderen sollen sich die Kinder wohlfühlen und glücklich sein.

Lebenssituationen der Kinder und ihrer Familien

Unsere Einrichtung ist ein „offenes Haus“ – wir verstehen unsere Arbeit als Familien ergänzend. Kinder und Eltern sollen sich bei uns wohl fühlen und mitentscheiden.

Zu uns kommen viele Kinder mit Migrationshintergrund z.B. von Asylbewerberheimen oder Unterkünften für Wohnungslose und Kinder aus Frauenhäusern. Diese Kinder kommen häufig aus sozialschwachen Familien, mit meist problematischen familiären Hintergrund. Deshalb liegt uns die Unterbringung dieser Kinder besonders am Herzen.

Wir wollen diesen Kindern
- Rückzugsmöglichkeiten
- Raum zum Bewegen
- Zeit für Ruhe und Entspannung geben und
- Schlaf in ruhiger Umgebung ermöglichen

Aufgaben der Kindertagesstätte

Hauptaufgabe des Kindergartens ist seine Familien ergänzende Funktion. Der Kindergarten soll die Erziehung in der Familie ergänzen und unterstützen.

Deshalb ist es unsere Aufgabe, die uns anvertrauten Kinder in der Bildung ihrer gesamten Persönlichkeit zu unterstützen und zu fördern.

Dies geschieht auf der Grundlage eines positiven Menschenbildes durch folgende Basiskompetenzen:

• Werteorientierung und Religiosität
• Emotionalität und soziale Beziehungen
• Sprachliche BIldung
• Medienbildung
• Mathematische Bildung
• Naturwissenschaftliche und technische Bildung
• Umweltbildung
• Ästhetische Bildung
• Musikalische Bildung
• Bewegungserziehung, Rhytmik und Sport
• Gesundheitserziehung
• Verkehrserziehung und Sicherheitserziehung
• Förderung der Motorik
• Durch Arbeitsgeräte wie Schere, Kleber, Papier, aber auch durch Sport, Bewegungsspiele, Singspiele, soll das Kind lernen seinen Körper zu beherrschen, damit es Bewegungsabläufe steuern und Handlungen gezielt ausführen kann.
• Förderung der Sprache und der Kommunikation
Das Kind soll formulieren lernen, was es will und möchte. Exakte Aussprache, richtiger Satzbau und guter sprachlicher Ausdruck sowie Sprechen in geformten Sätzen sollen vermittelt werden.
• Förderung der Kreativität
Das Kind soll Bewegungsfreude, seine Gestaltungsfähigkeit und seine Ausdrucksmöglichkeit entfalten können.
• Förderung der Wahrnehmung und der Orientierung
Die Erzieherin soll die Wahrnehmung des Kindes unterstützen und weiter verfeinern. Es soll lernen Farbe, Formen, Oberflächenbeschaffenheit, Geräusche, Töne zu differenzieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Orientierung: es soll lernen, sich räumlich und zeitlich orientieren zu können.
• Förderung der Konzentration, der Denk- und Gedächtnisleistungen
Das Kind soll lernen, dass es seine ganze Aufmerksamkeit einem Gegenstand schenken, sich auf einen Gegenstand konzentrieren und auch aufpassen kann.
Zudem soll das Bilden von Begriffen, logischen Schlussfolgerungen, das Erfassen von einfachen Zusammenhängen und die Merkfähigkeit des Kindes ebenso angeregt und vermittelt werden.

Vorbereitung auf die Schule


Die erste Vorbereitung beginnt im Elternhaus, und mit dem Eintritt in den Kindergarten teilen wir uns gemeinsam diese wichtige Aufgabe.

Wir bereiten unsere zukünftigen Schulkinder mit einer ganzheitlichen Förderung auf die Anforderungen in der Schule vor.

In unserem Konzept sind folgende Schwerpunkte festgeschrieben:

• Die körperliche Reife: Grob- und Feinmotorik, Schulung der Sinne
• Die emotionalen Fähigkeiten: selbstständiges Handeln, Erlernen des Umgangs mit den eigenen Stärken und Schwächen
• Der soziale Bereich: Gruppenfähigkeit, Regelbewusstsein, Verhalten bei Konflikten, Sicherheit im Umgang mit anderen
• Der Leistungsbereich: Ausdauer, Konzentration, Durchhaltevermögen, Leistungsbereitschaft
• Der kognitive Bereich: Form- und Farbenwahrnehmung, Beobachtungsfähigkeit, Sprech- und Sprachverhalten, Mengenauffassung, Merkfähigkeit

Die Vorschulerziehung steht unter dem Gesichtspunkt optimaler Gesamtförderung. Sie ist eine notwendige Vorbereitung auf das Leben in der modernen Gesellschaft und umfasst das Recht des Kindes auf einen nicht an den Erwachsenen orientierten Lebensraum.

Die enge Zusammenarbeit (Gespräche, Besuche, etc.) zwischen Kindergarten und Schule schafft eine gute Basis für die zukünftigen Schulkinder.