Diese Seite drucken

Das pädagogische Konzept der LilaLupi-Kinderkrippen


Vorwort:

Dieses Konzept soll als Richtlinie für die Arbeit in der Kinderkrippe betrachtet werden. Es wurde erstellt für die Mitarbeiterinnen, Eltern, Aufsichtsbehörde und für alle, die an unserer Arbeit interessiert sind.

Das Konzept erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, es immer wieder zu überprüfen und den Veränderungen anzupassen. Es wird generell an einer ständigen Verbesserung und Sicherung der bestehenden Qualitätsstandards gearbeitet.

Die Trägerin fördert regelmäßig die Weiterentwicklung der Qualitätsstandards.

1. Beschreibung der Krippe

Die private Ganztageskrippe besteht aus je einer altersgemischten Gruppe mit jeweils 8, 9, 10 und 12 Kindern im Alter von 1 – 3 Jahren, bzw. 9 Wochen – 3 Jahren. Die Gruppen nennen sich:
„Fröschlein“, „Kuschelbären“, „Mäuse“ und „Spatzen“.

In der Regel nehmen wir Kinder ab einem Jahr auf, in begründeten Ausnahmefällen auch jüngere Kinder, wenn es die Gruppensituation zulässt und es dem Wohl des betroffenen Kindes dient; in der Löfflerstraße können regulär Kinder ab 9 Wochen aufgenommen werden.

2. Das Personal

Das pädagogische Personal besteht aus einer Erzieherin, einer Kinderpflegerin und einer Kindergartenhelferin bzw. Praktikantin.

Es werden grundsätzlich nur Kinder aufgenommen, die zusammen mit ihren Eltern ihren Hauptwohnsitz in München haben.3. Aufnahmekriterien

Selbstverständlich sind wir auch offen für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf.

Bei uns können die Kinder ganzjährig aufgenommen werden. Sobald ein Platz frei wird, vergeben wir ihn gern.

Jeden Dienstag ist von 14 – 17 Uhr Sprechstunde. Da können Sie unangemeldet die Kinderkrippe anschauen und kennen lernen.

4. Kündigung

Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des nächsten Monats zulässig. Kündigungen haben schriftlich zu erfolgen.

5. Eingewöhnungszeit

Der Eintritt des Kindes in die Kinderkrippe hat für Eltern und Kinder den Charakter der Erstmaligkeit. Für die Familie ist es etwas Neues, das eventuell mit Unsicherheit behaftet ist. Um die Trennungssituation von der Familie gut zu gestalten und das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen, ist eine behutsame Eingewöhnung in die Kinderkrippe notwendig. Das geschieht durch die Anwesenheit einer Bezugsperson.

Wir arbeiten hier nach dem Infant-Modell (auch Berliner Modell genannt). Danach müssen die Eltern vor Antritt einer Arbeitstätigkeit mindestens eine Woche an Zeit für die Eingewöhnung des Kindes einplanen. In den ersten Tagen wird das Kind von einem Elternteil in die Gruppe begleitet. In dieser Zeit dienen die Eltern dem Kind als sichere Basis, bis sich der Kontakt und eine beginnende Beziehung zur Mitarbeiterin aufgebaut hat. Nach und nach werden die Zeiträume, die das Kind alleine in der Gruppe verbringt, größer – in enger Vernetzung mit den Eltern und bei voller Rücksichtnahme auf das Kind.

6. Öffnungszeiten und Ferien

Die Kinderkrippe ist von Montag bis Freitag von 7.00 Uhr – 17.00 Uhr geöffnet.

Die Bring- und Abholzeiten richten sich flexibel nach den Bedürfnissen der Kinder und Familien. Lediglich von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr, während der „Zeit der Stille“, bitten wir nicht zu kommen.

Ferien machen wir den ganzen August und an Weihnachten, während der bayerischen Schulferien und insgesamt maximal 30 Tage.

7. Mitbringliste

Ihr Kind braucht bei uns:

  • Ersatzwäsche
  • Hausschuhe
  • Windeln (Pampers)
  • In den nassen Monaten: Gummistiefel, Regenjacke und Regenhose

8. Räumlichkeiten

Zur Einrichtung gehören:

  • Ein Gruppenraum
  • Ein Schlaf- bzw. Spielraum mit Wickeltisch
  • Eine Garderobe
  • Ein Waschraum mit 2 Waschbecken, 1 Dusche und eine Kindertoilette.

Küche, Büro und Bewegungsraum teilt sich die Kinderkrippe mit dem Kindergarten.

Die Kinderkrippe ist umgeben von einem Außengelände mit Hof zum Dreirad fahren und einer Wiese. Es gibt einen Sandkasten, eine Kletterburg und eine Rutsche.

9. Aus einem Lupi - Tag


7.00 h Die Kinderkrippe öffnet. 

7.00 – 9.30 h Freispielzeit
9.30 – 10.00 h Brotzeit
10.00 – 10.30 h Sitzkreis mit Aktivitäten
10.30 – 11.30 h Aufenthalt im Garten
11.30 – 12.15 h Mittagessen
12.15 -12.30 h Zähneputzen und Toilettengang
12.30 – 14.30 h Mittagsschlaf
14.30 – 15.00 h Brotzeit
15.00 – 17.00 h Freispielzeit oder Aufenthalt im Garten

10. Grundbedürfnisse

Das tägliche warme Mittagessen besteht aus Tiefkühlkost.

Diese ergänzen wir mit frischem Obst, Salat, Milchprodukten und Vollkornprodukten. Wir achten auf einen abwechslungsreichen Speiseplan mit 1 x wöchentlich Hühner-, Rind-, oder Kalbfleisch. Nudelgericht, Suppen, Gemüse und Fisch runden das Angebot ab.

Zum Trinken gibt es ungesüßten Tee oder Wasser.

Zur Vorbildfunktion essen wir zusammen mit den Kindern.

Anschließend wird gemeinsam Zähne geputzt und die Hände gewaschen.

Die Pflegemaßnahmen nehmen bei Kleinkindern einen breiten Raum ein. Sie sind wichtig für das körperliche und seelische Wohlbefinden.

Körperpflege, Schlafbedürfnisse und das Einnehmen der Mahlzeiten sind für unsere Kinder von elementarer Bedeutung.

11. Erfahrungs- und Lernangebote für die Kinder

Grundsätzlich bieten wir den Kindern alles an, was ihnen Freude und Spaß bereitet und was ihre Entwicklung unterstützt. Dabei orientiert sich unsere pädagogische Arbeit an den Erfahrungs- und Entwicklungsstand der Kinder.

Ein wichtiger Bestandteil für Krippenkinder ist hierbei die ganzheitliche Förderung durch die Sinneserfahrung. Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Tasten sind von großer Bedeutung, um sich selbst und seine Umwelt wahrzunehmen.

Wir setzen dies um zum Beispiel durch Barfußlaufen, Kneten mit Plastilin, Ballspielen, Rascheln im Herbstlaub…

Außerdem haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit, mit den unterschiedlichsten Materialien wie Papier, Knete, Fingerfarben, Naturmaterialien Erfahrungen zu sammeln, um somit auch ihre Motorik und Kreativität anzuregen. Durch Sprechen Singen, Fingerspiele, Bilderbücher fördern wir die Sprachentwicklung der Kinder.

Die Freude an der Musik wird durch Singen, Bewegungsspiele, Tänze und musizieren mit Orffinstrumenten unterstützt.

Die motorische Förderung geschieht durch Ballspiele, Ausschneideübungen mit speziell ungefährlichen Scheren, Dreirad fahren.

Es ist uns wichtig, die Persönlichkeit eines Kindes zu respektieren und behutsam mit ihm umzugehen.12. Selbständigkeit und Selbstvertrauen

Auch kleine Kinder setzen sich bereits aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen ihre Entwicklung mit. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen des Kindes einzugehen.

Dazu ist es notwendig, das einzelne Kind gut zu beobachten. Dies geschieht auch mit dem Beobachtungs- und Entwicklungsbogen nach Dr. Beller. In den ersten Lebensjahren geht die Entwicklung oft sehr schnell vor sich. Vieles kann man „erwarten“, bei manchen Verzögerungen ist ein unmittelbares „agieren“ notwendig.

13. Pädagogische Ziele

Das Kind steht als Gesamtpersönlichkeit mit seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Es gilt Interessen und Bedürfnisse des Kindes zu erkennen. Seine Stärken und Schwächen ernst zu nehmen und seine eigenen Entwicklungsschritte zu unterstützen und zu begleiten.

Damit die Trennung von Zuhause, von Vater und Mutter nicht als zu schwer erlebt wird, ist sein „sich Wohl fühlen“ in Lila Lupi unser wichtigstes Ziel. Hier bietet der Raum mit seinen Farben und seiner Ruhe einen Rahmen. Entscheident ist jedoch die liebevolle Annahme durch die Betreuerin. Die Betreuerin tritt an Mutter- oder Vaterstelle, und ihre Ausstrahlung gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit. Der Ablauf des Tages in Lila Lupi mit seinen Ritualen und seinem gleich bleibenden Rhythmus unterstützt das.

14. Elternarbeit

Die Schaffung einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Eltern und Betreuerin ist sehr wichtig. Unser Ziel ist die gemeinsame Erziehung des Kleinkindes.

Lila Lupi ist eine Familien ergänzende Einrichtung. Die Eltern können so lange mit ihrem Kind zusammen anwesend sein, wie sie es für nötig halten.

Die täglichen Tür- und Angelgespräche ermöglichen sowohl den Eltern als auch den Betreuerinnen, Informationen auszutauschen.

Geplant sind gemeinsame Feste und Feiern im Jahresablauf. Mindestens einmal jährlich findet ein Entwicklungsstandsgespräch mit den Eltern statt.

15. Öffnung nach Innen

Öffnung nach Innen heißt, zeitweise die Türen offen zu halten, so dass sich Krippenkinder und Kindergartenkinder im Gang und im Bewegungsraum begegnen können. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Erzieherinnen auch die Kinder der anderen Gruppen kennen.

Das Spiel- und Lernangebot für die Krippenkinder wird hierdurch erweitert und Kontakte über die eigene Gruppe hinaus werden ermöglicht. Schon die Kleinsten erwerben so mehr Mobilität, es ergeben sich neue Spielkonstellationen und der Erfahrungshorizont wird erweitert.